Die 5 wichtigsten Lektionen für das Onlinespiel

 

Lerne deine Gegner kennen

TrickyPlay gibt dir die Möglichkeit, Notizen zu anderen Spielern zu machen. Nutze diese Chance unbedingt! Dein Ziel sollte sein, möglichst viele Informationen zu deinen Konkurrenten zu sammeln. Am wichtigsten ist es natürlich im aktuellen Spiel oder Turnier zu wissen, wie sein Gegenüber spielt, d.h. wann er setzt, erhöht oder aussteigt. Beim Spiel im Internet wechseln die Gegner oft im Minutentakt und es kann genauso gut passieren, dass du in ein paar Tagen, wieder mit ihnen an einem Tisch sitzst. Und dann ist es entscheidend, was du bereits über ihn weißt. Selbst wenn du einen Gegner nie wieder sehen solltest, trainierst du dabei deine Fähigkeit Strukturen in der Spielweise zu erkennen. Eine einfache und übersichtliche Methode, Spieler zu analysieren ist, wenn du sie in Kategorien einteilst, wie z.B. aggressiv, passiv, spielt er nur die besten Hände („tight“) oder fast jede Hand („loose“) und blufft oft oder selten. Wenn du einen Schritt weiter gehst und detaillierte Notizen zu den Spielweisen machst, ist es wichtig, zu wissen, was der Gegner auf der Hand hatte, also welches seine beiden Karten waren. Nach einer Runde hast du so die Chance zu sehen, ob er mit einem Paar in der Hand vor dem Flop erhöht, bzw. wenn er ein Paar floppt, also mit den ersten drei aufgedeckten Karten und seiner Hand ein Paar bildet. Die offensichtlichsten Spielzüge sind erhöhen mit einem Paar vor oder nach dem Flop (die ersten drei aufgedeckten Karten), nach dem Turn (die vierte Karte) und nach dem River (die fünfte Karte).

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Schauen wir das an Hand eines Beispiels an:
Du bist in letzter Position, auf dem Dealer-Button und hast ein Paar Könige.
Der Flop ist Q 7 2.
in verschiedenen Farben („rainbow flop“), also sind weder ein Straights, noch ein Flush direkt möglich. Du hast das höchste Paar und kannst nur geschlagen werden, wenn jemand AA oder zwei Paare, z.B. Q7, oder ein Set mit z.B. 22 auf der Hand hat.
Niemand platziert eine Bet, alle checken und es kommt die nächste Karte:
Die Turn Karte ist ein Ass.
Das Ass entscheidet nun, ob du immer noch das beste Paar hast. Wenn du weißt, dass ein Gegenspieler bei einem Paar auf dem Turn bettet, dann kannst du jetzt erkennen, ob er ein Ass auf der Hand hat. Wenn er setzt, solltest du aussteigen („fold“), wenn er keinen Einsatz bringt, kannst du fast sicher sein, dass er kein Ass auf der Hand hat und sich weiterhin als Favorit sehen.
Leicht verdientes Geld ist hier möglich, wenn du dir blutige Anfänger merkst, die offensichtlich viele Fehler begehen. Deine grundlegende Taktik ist dann folgende: Du merkst dir die Spielernamen, suchst sie online und setzt dich an die Tische an denen die Beginner spielen. Wenn bei einem Spiel nur noch der Anfänger und du im Pot sindd, spielst du aggressiv, selbst mit durchschnittlichen Karten. Langfristig macht dein Gegenüber mehr Fehler und bezahlt sein Lehrgeld.
Natürlich sind Aufzeichnungen zu einem Spieler kein Garant dafür, dass er in der gleichen Situation immer die gleiche Entscheidung treffen wird, nur nutze diese Notizen als zusätzliche Information für dein Spiel. Du erleichterst dir damit auf lange Sicht das Online Poker-Spiel und kannst auch schneller aus deinen eigenen Spielmustern ausbrechen, wenn du merkst, dass ein Gegner deine Spielweise durchschaut hat.

Starten dein Spiel erst als Big Blind

Wenn du dich neu an einen Onlinepoker-Tisch sitzt, kannst du unabhängig von deiner Position sofort am nächsten Spiel teilnehmen, wenn du einen Big Blind (Mindesteinsatz) setzt. Oder du wartest bis du in der Position bist, in der du sowieso den Big Blind bringen musst. Selbstverständlich macht es auf Anhieb keinen riesigen Unterschied, ob du gleich einsteigst oder einige Spiele wartest. Auf lange Sicht gesehen, sparst du dir dadurch Geld und hast vor allem zu diesem Zeitpunkt, eine perfekte Möglichkeit, die anderen Spieler am Tisch zu analysieren. Das kann vor allem zu Beginn ein entscheidender Vorteil sein, wenn du nach sechs oder sieben Spielen, die du nur beobachtet hast schon Strukturen erkennen und diese ausnutzen kannst, bevor die Mitspieler wissen, wie du pokerst.

Ein Beispiel um den Vorschlag zu verdeutlichen:
Du sitzt mit neun anderen Spielern am Tisch und spielst sofort das erste Spiel. Investierst also einen Big Blind, um gleich mitspielen zu können. Nach dem Flop sind außer dir nur noch zwei andere Spieler dabei, die restlichen Spieler sind ausgestiegen. Doch diese beiden Spieler erhöhen bei jeder Gelegenheit. Du selbst hast das höchste Paar („Top Pair“), weißt aber nicht, ob die beiden Anderen tight oder loose spielen. Ein tighter Spieler hätte dich dann wahrscheinlich mit einen Drilling geschlagen (wenn er ein Paar auf der Hand hat und die dritte Karte im Flop erscheint), während ein looser Spieler eher von deinem Top Pair besiegt werden kann.

Spiele mit allen Sinnen

Mit je mehr Sinnen du spielst, desto mehr wirst du aufnehmen.
Das Visuelle: TrickyPlay bietet als grafische Option, das Kartenspiel in vier verschiedenen Farben anzuzeigen. So siehst du nicht nur in rot (Herz, Karo) und schwarz (Pik, Kreuz), sondern z.B. auch grün und blau. Wähle diese Option um Fehler zu vermeiden. Ein Flush ist leichter zu erkennen, wenn die Farben unterschiedlicher sind. Sonst kann es passieren, dass du z.B. Herz und Karo verwechselst und ein sicher geglaubter Flush, war in Wirklichkeit nur vier Herzen und ein Karo.
Das Akustische: Schalte den Ton an und die Musik aus. Wenn du gleichzeitig hörst, wenn Einsätze platziert werden, unterstützt du damit deine Aufnahmefähigkeit. Fortgeschrittene Spieler erkennen an der unterschiedlichen Zeit, die ein Spieler zum Handeln braucht, dessen Stärke oder Schwäche. Auch hier erleichtert dir ein akustisches Signal die Konzentration..

Gehe mit ausreichend Chips an einen Tisch

Die Faustregel besagt, dass man als absolutes Minimum das 20-fache des Big Blinds als Chips mit an einen Tisch nehmen sollte bzw. darf. D.h. bei einer Spielrunde, mit Big Blind 1 Euro, sind mindestens 20 Euro als Startkapital notwendig. Empfehlenswert sind das 40- bis 50-fache des Big Blinds. Viele Poker-Spieler haben gerne das 100-fache an Chips vor sich liegen. Das kannst du auch leicht realisieren: Setze dich einfach an einen 0,05 / 0,10 EUR Tisch, d.h. der Big Blind beträgt 10 Cent. Das 100-fache sind also nur 10 Euro, die mitbringen musst. Es fördert auch deine Reputation am Poker-Tisch. Kontrahenten werden dich eher respektieren und als guten Poker-Spieler einstufen, wenn du einen Berg Jetons vor dir hast. Du machst das umgekehrt meist genauso. Warum du reichlich Chips haben solltest, erklärt ein Beispiel:

Du sitzt an einem 2 / 4 EUR Tisch und hast nur noch 20 Euro in Chips. Nachdem alle Karten bis zum River aufgedeckt sind, hast du bereits 16 Euro investiert. Jetzt erkennst du, dass du die beste Hand („the nuts“) hast und garantiert den Pot gewinnst. Leider kannst du selbst nur noch 4 Euro setzen („bet“) und musst dich eventuell sogar nur mit dem Side-Pot zufrieden geben, wenn andere Spieler erhöhen („raise“). Mehr Chips bedeuten also mehr Sicherheit und gleichzeitig die Chance auf mehr Gewinn.

 

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