Bankroll Management

 

Wenn du dich für deine Lieblings-Pokervariante entschieden hast, solltest du dir Gedanken darüber machen, welches Limit du spielen kannst. Das hat weniger damit zu tun, wie gut du spielst, sondern damit, wie viel Geld du zum Pokern zur Verfügung hast. Dieses Geld, das dir nur zum Spielen dienen soll, nennt man „Bankroll“.
Du solltest es unbedingt vermeiden dich an einen Tisch zu setzen, an dem die Blinds viel zu hoch für deine Bankroll sind. Warum?


Erstens wirst du nicht immer Glück haben. Sprich: Selbst wenn du perfekt spielst, wirst du hin und wieder verlieren, weil dein Gegenspieler eine der wenigen Karten trifft, die er braucht, um dich zu schlagen. Ist das der Fall, verlierst du meist einen Großteil deiner Chips. Würdest du nun also mit deiner ganzen Bankroll an einem Tisch sitzen, könntest du schon nach ein paar unglücklichen Händen bankrott sein.
Zweitens gibt es einen nicht zu vernachlässigenden psychologischen Faktor: Steht deine ganze Bankroll oder ein sehr großer Teil davon auf dem Spiel, beeinflusst dich das negativ. Du neigst dann dazu, Angst vor dem Verlieren zu haben. Und beim Pokern darfst du nicht ängstlich sein, da du sonst viel zu passiv spielst. Das heißt: Du foldest zu viel, callst mit starken Händen nur und raist viel zu wenig. Alles nur, um nicht zu viel Geld zu verlieren. Und das ist der Anfang vom Ende.
Also: Respektiere deine Bankroll!


Wenn du daran interessiert bist, lange Poker zu spielen und deine Bankroll auszubauen, dann solltest du sehr viel Wert auf ein gutes Bankroll-Management legen. Optimal ist es, wenn deine Bankroll gleichzeitig mit deinen Erfahrungen anwächst. Setze dich also niemals einer Situation aus, in der du deine gesamte Bankroll verlieren kannst.
Suche dir daher ein Limit, auf dem du dich beim Spielen wohl fühlst und du nur mit einem sehr kleinen Teil deiner Bankroll an den Tisch gehst. Es gibt da keine Musterlösung, wie groß dieser Teil sein darf, aber grundsätzlich solltest du dich für maximal 10 % deiner Bankroll einkaufen.


Die Höhe des maximalen Buy-Ins an einem Tisch hängt vom dort gespielten Limit ab. Bei No-Limit Texas Hold'em liegt der maximale Buy-In meist bei 100 Big Blinds. In Fixed oder Pot Limit Varianten kann es leichte Unterschiede geben.
Was heißt das nun? Wenn du beispielsweise No-Limit Texas Hold'em mit einem Big Blind von € 0.20 spielen willst, kannst du nicht mehr als € 20 an den Tisch bringen. Da du dich immer mit dem maximalen Buy-In einkaufen solltest (um das Maximum zu gewinnen), brauchst du also für dieses Limit eine Bankroll von mindestens € 200. Solltest du Geld verlieren, kannst du immer wieder Geld aus deinem Account an den Tisch bringen, solange die € 20-Marke nicht unterschritten wird. Achte dabei aber auf deine Bankroll und wechsle das Limit, wenn du zu viel verlierst.
Merke dir: Es ist keine Schande einen Tisch zu verlassen, an dem man verliert, um sich einen anderen Tisch zu suchen, an dem es besser läuft.

 

 

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