Double or Nothing SnG Anfangsphase

 

Die Double of Nothing Sit'n Gos haben wir bereits an einer anderen Stelle vorgestellt und zwei strategische Ansätze gezeigt um erfolgreicher abschneiden zu können. Hier möchten wir uns nur der Anfangsphase widmen und zeigen, wie man bei Double or Nothing Sit'n Gos mit beiden Ansätzen beginnen sollte.

Tighte Vorgehensweise
Eine Möglichkeit ist es tight an Double or Nothing Sit'n Gos heranzugehen. Das heißt, dass man zunächst nur gute Hände spielt und wartet bis die Blinds höher sind und schon andere Spieler ausgeschieden sind. Hierbei muss man festhalten, dass dies einfacher ist als es sich anhört. Denn wenn man tight spielt kann man nur sehr selten seinen Stack vergrößern. Demzufolge ist man häufig am Bubble, also wenn der letzte Spieler, der ohne Preisgeld nach Hause geht ausscheiden muss nur mit einem kleinen Stack ausgestattet. Das kann häufig problematisch sein, weil die Spieler mit größeren Stacks ungemeinen Druck aufbauen können. Damit muss man sich allerdings abfinden, wenn man tight an Double or Nothing Sit'n Gos heran tritt.
Daher sollte man sich dafür entscheiden nicht absolut tight zu spielen. Es ist besser hier und da auch eine weniger perfekte Hand anzufassen und zumindest einen Angriff auf die Blinds zu starten.
Denn wenn man nur auf AA, KK, QQ und AK wartet, wird man in 95 % der Fälle am Bubble angelangen ohne eine Hand gespielt und gewonnen zu haben. Das ist dann keine bequeme Situation, die man vermeiden kann indem man das ein oder andere Mal auch einen aggressiveren Zug ansetzt.
Zum Beispiel sitzt man am Button und alle Spieler folden. In dieser Situation ist man gut beraten mit einer Hand wie 87 suited oder KT einfach die Blinds anzugreifen. Wenn man gecallt wird, kann man am Flop mit einer Continuation Bet einen zweiten Angriff unternehmen.
Solche Züge sind notwendig um mit tighter Spielweise einen wettbewerbsfähigen Stack aufzubauen. Wichtig ist zu erkennen wann man geschlagen ist und sich besser zurück ziehen sollte.

 

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Der loose Ansatz
Wie im Artikel über Double or Nothing SnG Strategie schon angesprochen gibt es neben dem tighten, auch den loosen Ansatz. Mit diesem spielt man von Anfang an volles Risiko und versucht gleich zu Beginn einen großen Stack aufzubauen. Doch auch hier darf man nicht wahllos aggressiv spielen. Zwar muss man einen loose-aggressiven Stil spielen, jedoch besteht die große Kunst darin seine Aggression zügeln zu können.
Hier ist im Übrigen auch der Unterschied zwischen einem guten loose-aggressiven Spieler und einem Maniac zu finden. Letzterer kann nämlich seine Aggression nicht kontrollieren und verschleudert daher viel Geld.
Ein loose-aggressiver Spielzug könnte zum Beispiel so aussehen:
Ein Spieler limpt vor die in früher Position und du sitzt am Cut-Off mit 65 suited. Du raist in Höhe des Pots, der Button und die Blinds folden nach dir und der ursprüngliche Limper callt. Im Flop kommt: 43A, dein Gegner checkt, du machst eine Continuation Bet und er foldet.
Als loose-aggressiver Spieler spielst du keine Hände wie Q2 oder J5, sondern ausbaufähige und gut versteckte Hände wie eben 65, QJ oder auch A3 suited. Denn diese Hände haben Potential wie wir in unserem Beispiel gesehen haben, Q2 und J5 im Prinzip nicht, obwohl diese beiden Hände auf den ersten Blick viel stärker aussehen mögen.

In der Anfangsphase der Double or Nothing SnGs geht es darum sich eine gute Ausgangsbasis zu schaffen. Es spricht nichts dagegen tight zu spielen, jedoch solltest du nicht zu tight spielen und dich bis in die Endphase folden um zu hoffen irgendwie im Geld zu landen. Spiele grundsätzlich tight, greife aber das ein oder andere Mal Pots auf aggressive Weise an.

Wenn du dem loosen Ansatz bei Double or Nothing SnGs folgst, musst du darauf achten kein Chipverschleudernder Maniac zu werden. Dosiere deine Aggression und setze auf die richtigen Starthände. Versuche es nicht mit dem Kopf durch die Wand, sondern mit gekonnt eingesetzter Aggression. Das geht zwar auch manchmal in die Hose, aber meistens klappt es und du kannst mit einem großen Stack an den Bubble gehen.

 

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