Die Setzstruktur beim Poker orientiert sich an den jeweiligen Limits. Ein Limit entscheidet darüber wie gesetzt wird und wie viel du pro Spielzug maximal setzen darfst. Der Unterschied zwischen den verschiedenen Varianten ist dabei riesig. Auf TrickyPlay erkennt man immer am Namen eines Tisches, welches Limit in dieser Partie gespielt wird.
Fixed Limit oder "FL" – Oftmals wird diese Variante auch lediglich als „Limit“ bezeichnet, was manchmal zu Verwirrungen führen kann. Diese Abwandlung unterscheidet sich drastisch von seinen bekannteren zwei Geschwistern – dem No-Limit und Pot-Limit. Der Unterschied besteht darin, dass Spieler beim Fixed Limit in jeder Setzrunde nur einen bestimmten Betrag setzen oder erhöhen dürfen. Nicht mehr und auch nicht weniger.
Beim Fixed Limit sind die Einsätze und Erhöhungen durch die Höhe der Blinds festgelegt. Außerdem gibt es beim Fixed Limit eine begrenzte Anzahl an Möglichkeiten, während einer Setzrunde zu setzen, erhöhen oder zu reraisen. Dies bedeutet, dass Spieler nach einer Bet, einem Raise und einem weiteren Reraise nur noch callen können.

An einem Tisch mit Fixed Limit, anders als beim Pot-Limit oder No-Limit, stellen die Zahlen neben dem Namen des Tisches nicht die Höhe der Blinds dar. Hierbei handelt es sich um die Höhe der Bets und Raises, die während einer Hand erlaubt sind.
Die Höhe der Blinds erkennt man an einem Fixed-Limit-Tisch anhand der kleineren der beiden Zahlen. Dies ist die Höhe des Big Blinds, der das doppelte des Small Blinds beträgt. An einem Fixed-Limit-Tisch mit der Bezeichnung „FL Texas Hold'em €1/€2“ beträgt der Big Blind €1 und der Small Blind €0.50.
An einem solchen Tisch können Spieler während den ersten beiden Setzrunden lediglich in Stufen von €1 erhöhen. In den beiden letzten Setzrunden sind die Bets und Raises auf jeweils €2 festgelegt. Deshalb bezeichnet man die Zahlen im Namen des Tisches auch als „Small Bet“ und „Big Bet“.
Weil maximal vier Bets, Raises und Reraises möglich sind, ist Fixed Limit anhand dieser Beschränkungen um einiges günstiger als No-Limit und Pot-Limit. Die höchste Summe, die es kostet, um eine Hand bis zum Ende zu spielen, ist von Beginn an festgelegt. An einem wie oben beschriebenen Tisch muss ein Spieler maximal € 4 bezahlen, um in den ersten beiden Setzrunden Bets und Raises zu bringen (eine Bet, eine Erhöhung und zwei Reraises mit jeweils € 1). In den beiden letzten Runden, in denen das Maximum einer Bet und Erhöhung bei € 2 liegt, kostet es im Höchstfall jeweils € 8 um mitzuspielen. Folglich kostet es einen Spieler maximal € 24, um die Hand bis zum Ende zu spielen.
In einer Poker-Variante gibt es jedoch Unterschiede. Hierbei handelt es sich um Seven Card Stud. Beim Seven Card Stud gibt es insgesamt fünf Setzrunden, und hier wird die „Small Bet“ in den ersten beiden Runden fällig, ehe bei den letzten drei Setzrunden die „Big Bet“ gebracht werden muss.
Aufgrund der Einsatz-Beschränkungen ist Fixed Limit das mit Abstand günstigste und am wenigsten mit Risiko behaftete Limit, weil man jederzeit weiß, wie viel man im Höchstfall bringen muss.
Allerdings sollte man wissen, dass beim Fixed-Limit auf dem Flop, Turn und River nur sehr selten gecheckt wird, so dass man an einem solchen Tisch eigentlich in jeder Setzrunde mit Bets und Erhöhungen konfrontiert wird.
Der Unterschied zwischen Fixed Limit und anderen Limits besteht darin, dass Fixed Limit in Wahrheit ein ganz anderes Spiel ist. Gute Starthände, wie AA oder KK, sind beim Fixed Limit bei weitem nicht so stark wie in den anderen Limits, weil man sehr viel öfter bis zum River von mehr als einem Gegner damit gecallt wird und so die Gefahr besteht, dass zumindest ein Gegner nach allen Gemeinschaftskarten ein besseres Blatt hält. Beim Fixed Limit kann man die Gegner nicht so einfach davon jagen, oder sie mit hohen Einsätzen vor schwierige Entscheidungen stellen.
Für Anfänger ist Fixed Limit das ideale Spiel, um einen Einstieg in die Welt des Cash-Games zu finden. Es ist relativ günstig und man lernt sehr schnell, wie sich verschiedene Hände in unterschiedlichen Situationen entwickeln können.
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